Ein Mensch, zwei Augenfarben

Die Iris eines Menschen ist wie ein Fingerabdruck – absolut einzigartig und nicht zu kopieren. Unterschiedliche Personen haben also unterschiedliche Augenfarben und Muster, beispielsweise blaue, grüne und braune Augen. Dabei sind das rechte und das linke Auge farblich nahezu identisch. In ganz seltenen Fällen kommt es aber vor, dass ein Mensch zwei verschiedenfarbige Augen hat.

Wie kommen verschiedenfarbige Augen zustande?

Beginnen wir mit der wissenschaftlichen Beleuchtung dieses spannenden Themas: der Grund für verschiedenfarbige Augen liegt meist in einer angeborenen Anomalie. Das für die Farbgebung unserer Augen verantwortliche „Melatonin“ ist zwischen rechts und links unterschiedlich stark ausgebreitet. Die Wahrscheinlichkeit für eine sogenannte Iris-Heterochromie liegt übrigens bei nur 1:250.000. Bei Tieren kommt dieser Umstand deutlich häufiger vor, denken Sie z. B. an Huskys.

Kann jeder Mensch unterschiedliche Augenfarben bekommen?

Theoretisch ist es auch nach der Geburt möglich, verschiedene Augenfarben zu bekommen. Jedoch ist dies noch seltener als eine angeborene Anomalie. Eine später erworbene Heterochromie kann zum Beispiel durch eine heftige Entzündung der Iris hervorgerufen werden.
Eine solche Entzündung müsste natürlich ärztlich betreut werden. Verschiedenfarbige Augen bedürfen hingegen keiner weiteren Behandlung. Neben der Tatsache, dass es kein Verfahren gibt, um die Augenfarbe zu ändern, haben verschiedene Irisfarben in aller Regel keinen Einfluss auf das Sehen.
Oft kommt eine Heterochromie jedoch mit einer weiteren Anomalie daher: unterschiedliche Pupillengrößen, welche unangenehme Blendeffekte zur Folge haben kann. Dies kann jedoch leider nicht behandelt werden.

Auch einige Stars besitzen dieses ganz besondere Alleinstellungsmerkmal. Schauen Sie sich zum Beispiel mal ein Bild von David Bowie an – Sie werden sicher die ungleich gefärbten Augen und die verschieden großen Pupillen bemerken.
Mehr spannende Fragen rund um das Auge beantworten wir Ihnen wie immer gerne im  persönlichen Gespräch bei uns im Laden!

 

 

Dem Sommer bestmöglich begegnen

 

Blauer Himmel, viel Sonne und blühende Natur - es wird wieder wärmer draußen, die Frühlings- und Sommermonate rufen. Wer bestmöglich für den Sommer ausgestattet sein möchte, trägt eine Sonnenbrille mit polarisierenden Brillengläsern. Diese minimieren störende Lichtreflexe und sorgen für ein angenehmes Sehen. 

 

Wie funktionieren polarisierte Brillengläser?

Durch einen sogenannten Polarisationsfilter (kurz: Polfilter) werden senkrecht auftreffende Lichtstrahlen vom Brillenglas geblockt. Dieser Filter ist eine Art superfeines Gitternetz, welches für das Auge natürlich nicht sichtbar ist, diesem jedoch zu deutlich besserem Sehen verhilft. Durch das Filtern der Strahlen, welche z.B. von Wasseroberflächen oder nassen Straßen Richtung Auge kommen, werden störende Reflexionen vermieden. Gerade im Straßenverkehr ist das ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor.
Übrigens funktioniert der Polfilter auch im Winter auf spiegelnden Schneeoberflächen.

Wann sind Brillengläser mit Polfilter besonders nützlich?

Die Polarisation ist ein Extra, welches die bereits vorhandenen Funktionen einer Sonnenbrille – Schutz vor Blendung, besseres Kontrastsehen und vor allem UV-Schutz – wirkungsvoll ergänzt.
Die Nutzungsbereiche sind sehr vielseitig:

  • Schauen Sie im Straßenverkehr bei anderen Autos nicht nur auf eine reflektierende Frontscheibe, sondern sehen Sie auch wer dahinter sitzt und was er gerade macht.
  • Lassen Sie sich im Strandurlaub nicht von störenden Reflexen auf der Wasseroberfläche irritieren. Speziell für Segler ist die Polarisation ein toller Zusatz.
  • Behalten Sie auch im Winter auf spiegelndem Schnee immer den besten Durchblick, da Sie nicht geblendet werden.

 

Seien Sie in diesem Sommer perfekt ausgestattet. Polarisierte Gläser gibt es in einigen Sonnenbrillen bereits vom Hersteller inklusive.
Sie möchten gerne eine Sonnenbrille mit Sehstärke? Kein Problem. Natürlich lassen sich auch individuell angepasste Sonnenbrillengläser mit einem Polarisationsfilter aufwerten.
Sprechen Sie uns einfach an.

Beitrag: rocktician.com, Fotos: istock.com, pexels.com

 

 

 

Schöne bunte Welt – wie wir Farben sehen

 

Schauen Sie sich einmal um. Wie viele Farben sehen Sie gerade?

Richtig. Im Grunde sind es unendlich viele. Denn jede Farbe gibt es in unendlich vielen Abstufungen. Dazu kommt noch: Wenn sich die Beleuchtung in Ihrer Umgebung auch nur minimal ändert, erscheinen auch alle Objekte andersfarbig. Heute möchten wir Ihnen erklären, wie wir Menschen Farben wahrnehmen.

Grundsätzlich ist das, was wir als Farbe wahrnehmen immer eine Reflexion eines Gegenstandes. Licht trifft auf eine Oberfläche und wird von dieser gespiegelt. Dabei spielt nicht nur die Beschaffenheit des Gegenstandes eine wichtige Rolle, sondern auch die der Lichtquelle. Sie kennen das vielleicht: Man kauft sich ein Kleidungsstück und stellt später fest, dass die Farbe zuhause oder im Freien ganz anders wirkt als im Geschäft.

Wir Menschen nehmen dabei nicht alle Farben in unserer Umgebung war. Viele Pflanzen zum Beispiel strahlen permanent ultraviolette Farben aus, welche wir nicht sehen können. Die für den Menschen sichtbare Strahlung befindet sich im Bereich von 380 Nanometer („violett“) bis 780 Nanometer („rot“). Schwarz und Weiß sind übrigens keine Farben. Weiß reflektiert jegliche Strahlung, schwarz absorbiert alles auftreffende Licht.

Gelangt nun also ein von einem Gegenstand reflektierter Lichtstrahl in unser Auge, trifft dieser auf die Netzhaut. Diese besitzt circa 125 Millionen Rezeptoren; Stäbchen für das Sehen bei Dämmerung und Dunkelheit, Zapfen für das Farbensehen bei Helligkeit. Wir besitzen drei verschiedene Zapfenarten: Sie nehmen entweder blaues, grünes oder rotes Licht wahr und können unterschiedlich stark gereizt werden. Die Farbeinflüsse und deren Intensität werden über die Sehnervenbahnen an unser Gehirn weitergeleitet. Aus der Kombination dieser enormen Informationsmengen setzt das Gehirn dann eine Farbwahrnehmung zusammen.

Hierbei kommen wir abschließend noch zu einem spannenden Gedankenspiel: Ob Sie und Ihr Gegenüber eine bestimmte Farbe gleich wahrnehmen oder nicht, wird sich nicht überprüfen lassen. Vielleicht ist für ihn „Pink“ das, was für Sie schon immer „violett“ war. Im Laufe Ihres Lebens haben Sie gelernt, eine bestimmte Farbe einer bestimmten Bezeichnung zuzuordnen. Ob dies aber mit der Wahrnehmung Anderer übereinstimmt, ist nicht klar. Diese Theorie wird auch dadurch bekräftigt, dass Farbsehschwächen häufig gar bis ins Erwachsenenalter unbemerkt bleiben.

Funktioniert Ihr Farbensehen einwandfrei? Tragen Sie noch die optimal korrigierende Brille? Gerne prüfen wir dies. Sprechen Sie uns an.

 

Beitrag: Rocktician.com, Fotos: Pexels.com

 

 

 

Deep brown eyes

 

„Die Augen sind das Tor zur Seele“, besagt ein uralter Spruch. Bereits frühe Schriftsteller ließen den Augen in ihren Geschichten eine hohe Bedeutung zukommen. Und selbst bei jahrtausendealten Zeichnungen und Höhlenmalereien fällt auf – menschliche wie auch tierische Darstellungen sind fast immer mit Augen versehen, selbst wenn es sich nur um rudimentäre Umrisse handelt.
Und bis heute ist es für uns völlig selbstverständlich, Augenkontakt mit unserem Gegenüber zu halten.

Augen sind faszinierend, und vielfältig. Augenfarben reichen von hellem blau über grau, grün und braun bis hin zu fast schwarz. Wie kommt unsere individuelle Augenfarbe zustande?

Die Augenfarbe entsteht in der Iris, auch Regenbogenhaut genannt. Diese besteht aus mehreren Schichten. In einer dieser Schichten, der sogenannten   Stroma iridis, wird ein bräunlicher Farbstoff, namens Melanin produziert. Eine sich dahinter befindliche Schicht trägt ein helles blau.
Je mehr Melanin in der Irisschicht eingelagert ist, desto stärker geht die Augenfarbe in Richtung braun. Augen mit wenig Melanin bleiben blau, da die Schicht dahinter durchschimmert. Und mittlere Melaninkonzentrationen lassen demnach grüne und graue Augen entstehen.
Kinder dunkelhäutiger Eltern kommen meist bereits mit dunklen Augen auf die Welt, da bereits im Mutterleib viel Melanin produziert wird. Bei Kindern hellhäutiger Eltern entsteht die endgültige Augenfarbe oftmals erst während des ersten Lebensjahres - sie kommen mit tiefblauen Augen auf die Welt.

Unsere Iris ist wie ein Fingerabdruck. Absolut einzigartig.

Was vor vielen Jahren noch Science-Fiction war ist heute bereits vielfach im Einsatz: Iris-Scanner zur Identitätsfeststellung. Selbst in einigen Smartphones ist diese Technologie bereits verarbeitet. Denn genau wie unser Fingerabdruck ist unsere Iris einzigartig und eignet sich deshalb hervorragend zur biometrischen Prüfung. Vielleicht ist auch dieser Fakt Teil der Faszination für Augen.

Haben irgendwann alle Menschen braune Augen?

Circa 90 Prozent der Weltbevölkerung haben braune Augen. In unserer westlichen Kultur klingt das erst einmal befremdlich, da sich hier viele Augenfarben mischen. Doch wer schon mal Kontinente wie Asien und Afrika besucht hat, stellt fest, dass Einheimische nahezu ausschließlich braune Augen haben. Dazu kommt, dass viele dieser Länder zu den bevölkerungsstärksten der Welt zählen. Allein  Indien und China beeinflussen den weltweiten Durschnitt also bereits maßgeblich.
Die Augenfarbe wird uns vererbt und braun ist hierbei die dominanteste Farbe. Es ist durchaus möglich, dass irgendwann nur noch Menschen mit braunen Augen existieren. Damit ist aber frühestens in vielen hundert Jahren zu rechnen. Erfreuen wir uns also weiter an den unzähligen vielfältigen Augenfarben, die wir jeden Tag sehen durften.
 

Unsere Augen sind einzigartig und etwas ganz Besonderes. Wie Sie perfekt Sehen und Ihre Augen optimal schützen können, klären wir gerne in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen. Kommen Sie doch mal wieder bei uns vorbei!

Beitrag: Rocktician.com, Fotos: absfreepics.com

 

 

 

 

Neues Gesetz zur Heil- und Hilfsmittelversorgung ab 11.04.2017

 

Anfang des Jahres beschloss der Bundestag neue Gesetze zur Heil- und Hilfsmittelversorgung – seit kurzem sind diese in Kraft getreten. Auch Brillenträger können durch die neuen Gesetze profitieren. Aber was bringen die neuen Verordnungen wirklich? Wir klären Sie auf!

Vor einigen Monaten war es in fast allen Medien zu sehen, zu hören und zu lesen: der Bundestag hat neue Gesetze zur Heil- und Hilfsmittelversorgung verabschiedet. Krankenkassen müssen nun wieder mehr übernehmen, zum Beispiel auch Brillen. Dies galt bis dahin nur noch für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Welche Beträge genau von den Krankenkassen übernommen werden und wer einen Anspruch hat, war jedoch lange Zeit nicht klar.

Die wichtigsten Eckdaten zu den neuen Brillengesetzen haben wir hier für Sie aufgelistet:

  • Die neuen Gesetze zur Heil- und Hilfsmittelversorgung sind am 11.04.2017 in Kraft getreten.
  • Die von der Krankenkasse zu zahlenden Leistungen sind in den sogenannten „bundeseinheitlichen Festbeträgen“ bestimmt und für alle Krankenkassen identisch.
  • Diese Festbeträge können – abhängig von der Brillenstärke – stark variieren. In den meisten Fällen wird sich der Zuschuss bei Einstärkengläsern auf circa 20-40 Euro pro Brillenglas belaufen. Für Mehrstärkengläser, wie z.B. bei Gleitsichtbrillen kann zumeist mit einem Betrag von circa 60-80 Euro gerechnet werden.
  • Für den Zuschuss müssen mindestens 6,25 Dioptrien Fehlsichtigkeit oder mindestens 4,25 Dioptrien Hornhautverkrümmung vorliegen.
  • Brillenfassungen werden nicht bezuschusst.
  • Ein Rezept vom Augenarzt ist für die Bezuschussung für 28 Tage gültig.
  • Liegt eine Veränderung ab 0,5 Dioptrien vor, kann der Zuschuss erneut beantragt werden. Dies ist unabhängig davon, wann der letzte Zuschuss übernommen wurde.

Zugegeben, das sind eine ganze Reihe an Regelungen. Da die neuen Zuschüsse nur bei höheren Stärken gewährt werden, betrifft der neue Gesetzesentwurf leider auch nur schätzungsweise 1,4 Millionen Bundesbürger. Dennoch; der Entwurf ist ein guter Anfang und ein Schritt in die richtige Richtung. Sie sind sich nicht sicher, ob das neue Gesetz auch Sie begünstigt? Kommen Sie doch bei uns vorbei. Gerne beraten wir Sie.

Beitrag: Rocktician.com,

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Die Brillenmacher e.K.